Dragons kommen in Freising schwer unter die Räder

von Herbert Schüßler, 18.09.2018

Gegen die eingespielte Truppe der Freising Grizzlies hat das Rumpfteam wenig Chancen

Das Grizzlies-Field im Freisinger Ortsteil Attaching war am Sonntag ein schlechtes Pflaster für die Dragons. In den Playdowns – hier geht es um Abstieg oder Verbleib in der Baseball-Bayernliga – bekamen die Deggendorfer mit 20:3 und 19:0 nach jeweils fünf Innings vorzeitig zwei gehörige Niederlagen eingeschenkt. Trotzdem steht bei einer Bilanz von fünf Siegen, drei Niederlagen und nur noch dem einen Spieltag am 30. September in Augsburg, der Abstieg noch lange nicht auf der Agenda.

Die vier Wochen Spielpause haben den Dragons gar nicht gut getan. Dazu war das Fehlen von Stefan Brückner, Simon Schmelz, Tobias Nickchen und Markus Hänsch schmerzlich zu spüren. Zum einen war damit die Personaldecke, wie schon des öfteren in dieser Saison, äußerst dünn. Es mussten mit Little Thorsten und Armin Kerscher zwei Ersatzleute reaktiviert werden. Und Mo Nie Zebetic-Hartl ist mittlerweile Stammspielerin bei den Herren geworden. Taktische Rochaden und Wechsel während der Spiele waren praktisch unmöglich.

Zum anderen fehlte, zusätzlich zu ihren spielerischen Leistungen, die ordnende Hand von Stefan Brückner im Infield und Simon Schmelz im Outfield. Dazu trafen die Dragons auf eine Freisinger Mannschaft, die in voller Besetzung angetreten war. Alle Spieler, die aus der Talentschmiede der Grizzlies stammen und in der vergangenen Saison bereits ihre Meriten in der 2. Bundesliga verdienen konnten, zeigten über weite Strecken ihr Können.

Mit Fabian Hagemeyer stand im ersten Spiel ein solcher auf dem Freisinger Mound. Er schickte insgesamt dreizehn Dragons durch Strikeout auf die Spielerbank zurück und ließ auch sonst wenig zu. Allerdings konnte er nicht vermeiden, dass im ersten Inning Michael Mühlbauer durch einen platzierten Schlag von Benjamin Settles einen Run holen konnte. Im fünften Inning waren es zudem Matthias Nebl, der von Jose Santana Mota über die Homeplate geschickt wurde. Dieser wiederum profitierte vom Einsatz am Schlagmal von Thomas Wirth. Die Deggendorfer Defense verzeichnete zwei Innings, bei denen sie von den Oberbayern völlig überrannt wurden. Im ersten Inning neunmal und im fünften Inning waren es deren gleich elf Runner, die die Homeplate erreichten. Die drei Umläufe dazwischen wehrten sie sich allerdings erfolgreich gegen den Ansturm der Grizzlies. Deswegen dauerte es auch zwei Stunden und zwanzig Minuten, bis das endgültige und vorzeitige 20:3 für Freising feststand.

Der Freisinger Pitcher des zweiten Spieles nahm wohl nur sieben Dragons-Batter durch Strikeouts aus dem Spiel, aber er hielt dazu auch seine Homeplate vollkommen sauber. Die Offense der Dragons tat keinen Stich. Dafür punkteten die Angriffsreihen der Grizzlies munter vor sich hin: je vier Runs im ersten und vierten Inning, einen Zähler im Umlauf zwei und zum Abschluss im fünften Spielabschnitt noch einmal zehn Runs. Und schon war nach zwei Stunden der Spuk vorbei: 19:0 gewannen die Grizzlies auch dieses Match.

 

Header-Bildunterschrift:

Der kraftvolle Schlag von José Santana Mota bringt im ersten Spiel Matthias Nebl über die Homeplate – Foto (Archiv): Arm In Kerscher