Freisinger Revanche an den Dragons nur teilweise geglückt

Herbert Schüßler, 28. August 2017

 

Es war erneut eine intensive Begegnung in der 2. Baseball-Bundesliga Südost in Freising zwischen den Grizzlies und den Deggendorf Dragons. Keines der beiden Teams konnte sich entscheidende Vorteile sichern. So ging das erste Spiel mit 11:10 an die Gastgeber. Den Sieg im zweiten Match nahmen mit einem 3:4 die Gäste mit heim an die Donau.

 

Teammanager Volker Schüßler musste diesmal in die taktische Variantenkiste greifen. Er hatte wohl eine gut besetzte Spielerbank, auch mit einigen Spielern der Herren 2, aber mit Matthias Nebl nur einen vollwertigen Pitcher zur Verfügung. James Larsen hat Rückenprobleme und ist nur eingeschränkt einsatzfähig. Ein Kraftakt wie im Hinspiel, als er dreizehn Innings auf dem Mound stand, war unmöglich. Daher startete Pitcher Matthias Nebl ins erste Spiel, mit einem Gegenüber, der Erfahrung sammelt: Catcher Markus Hänsch. Der noch nicht ganz 16jährige machte seine Sache zwei Innings lang ganz gut. Er wurde dann vom Routinier Stefan Brückner abgelöst. Die Dragons begannen furios mit vier Runs im ersten Umlauf. Allerdings schlugen die Grizzlies in Inning eins und zwei gleich sieben Mal zu. Nicht unerheblich trug die Defense mit unnötigen Fehlern dazu bei. Und die Dragons Offense fand sechs Innings lang so gut wie nicht statt. Als der siebte Spielabschnitt begann, lagen die Deggendorfer 9:4 hinten. Doch plötzlich kam das Feuer zurück. Mit fünf Zählern konnte man ausgleichen, die Freisinger zogen mit zwei Runs davon und den Dragons gelang in achten inning nur noch einer. So behielten die Oberbayern letztendlich nach nicht ganz drei Stunden Spielzeit mit 11:10 die Oberhand.

 

James Larsen versuchte es im zweiten Spiel trotzdem auf dem Wurfhügel. Auf seine gewohnt scharfen Würfe musste er verzichten. Dafür machten seine Curvebälle den Grizzlies ganz schön zu schaffen. Für den Teil der Offense am Schlagmal nahm Mic Weigl seinen Platz auf der Lineup (Spielerliste) ein. Stephen Ruszkowski und Matthias Nebl im ersten und Andreas Schalke im zweiten Inning brachten den Dragons drei Runs. Jedoch die Grizzlies nicht faul, zogen gleich. Und bis zum regulären Spielende nach sieben Spielabschnitten blieb die Homeplate trocken. Es stand noch immer 3:3. Also musste ein achtes, ein Zusatzinning die Entscheidung bringen. Da griff Teammanager Volker Schüßler in die Trickkiste. Simon Schmelz hatte die Second Base erreicht, und blieb dort, bis die Gelegenheit günstig für ein Stealing war. (Versuch eines Base Runners, ohne einen Hit des Batters die nächste Base zu erreichen. Erfolgt zumeist während der Wurfbewegung des Pitchers.) Dann brauchte es nur noch einen guten Schlag von Andreas Schalke und das 4:3 war durch Simon Schmelz gerettet. Die Grizzlies konnten nichts mehr entgegensetzen. Somit war der 17. Saisonsieg der Dragons und der dritte Tabellenplatz im Kasten.

 

 

Bildunterschrift: Bei weißer Hose und rotem Sand ist anschließend die Waschmaschine gefragt. Aber das macht nichts, auf dem Weg zum 4:3 ist die dritte Base von Simon Schmelz sicher erreicht. – Foto: Armin Kerscher